Dank an die Bürgerinnen und Bürger in Goslar

Mit der Entscheidung der Goslarer Bürgerinnen und Bürger für den Bau der Stadthalle im Kaiserpfalzquartier hat die demokratische Mehrheit nun vorgegeben, wie sich die Stadt in den nächsten Jahren entwickeln soll. "Diese Entscheidung wird von uns ohne Einschränkung akzeptiert, auch wenn wir uns ein anders lautendes Votum gewünscht hätten", so die Sprecher der Initiative, Anke Berkes und Detlef Vollheyde. 

Das Ergebnis zeigt aber auch, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger dem Stadthallenprojekt kritisch, wenn nicht gar ablehnend gegenüberstehen. "Wenn mehr als 45 Prozent der Goslarer bei der Wahl dies bekunden, dann ist das für die Stadt, den Investor und die Befürworter durchaus ein Grund, innezuhalten und sicher kein Grund, in Euphorie zu verfallen," so Berkes und Vollheyde. 

Dass sich aus dem Votum des Bürgerentscheides folgerichtig ein hohes finanzielles Engagement der Stadt ergibt, sehen die Initiatoren deshalb weiterhin kritisch. War dies schließlich der einzige Grund, erst ein Bürgerbegehren zu starten und daraus folgend den Bürgerentscheid. 

„Mit Sorge sehen wir die finanzielle Entwicklung," so Berkes. Nach Überzeugung der Kritiker ist Goslar nach aufbauenden Jahren der Entschuldung durch den Zukunftsvertrag wieder auf dem Weg in neue Schulden. 

Aber die Mehrheit habe nun entschieden, dass die Halle mit finanzieller Beteiligung der Stadt in Höhe von heute 13,9 Millionen Euro gebaut wird. "Die Verwaltung und die Ratsmehrheit müssen nun zeigen, dass die finanzielle Leistbarkeit Goslars die Pflichtaufgaben nicht einschränkt," so die Initiatoren.

Ungeachtet dessen ist die Initiative aber zufrieden darüber, dass es gelungen ist, so viele Menschen zu mobilisieren und damit einen demokratischen Entscheidungsprozess über ein so wichtiges und Stadtbild prägendes Bauprojekt anzustoßen.

„Deshalb danken wir den Goslarern dafür, dass sie mit ihrer Unterschrift unter das Bürgerbegehren erstmalig einen Bürgerentscheid in Goslar möglich gemacht und sie das gesamte Verfahren aktiv unterstützt haben. Sie haben Alle ein Stück Stadtgeschichte geschrieben“, so abschließend Anke Berkes und Detlef Vollheyde für das gesamte Team der Initiatoren.

„Und wir verbinden dies mit der Hoffnung, dass sich Alle durch Respekt und Fairness daran beteiligen, die entstandenen Gräben in der Bürgerschaft nicht weiter zu vertiefen, sondern sich als Brückenbauer zu bewähren“.

Anke Berkes und Detlef Vollheyde

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Pressemitteilung World Heritage Watch vom 05. April